Das Thema Schlachten gehört zu den sensibelsten Bereichen unserer Ernährungskultur. Kaum ein anderer Schritt in der Lebensmittelproduktion wird so stark verdrängt und emotional aufgeladen.
Der Jahreswechsel ist für viele Menschen ein Moment des Innehaltens.
Silvester muss kein Abend voller Hektik, minutiöser Planung und leerer Töpfe um Mitternacht sein.
Viele kennen dieses Phänomen aus dem eigenen Alltag. Der Eintopf vom Vortag schmeckt plötzlich runder, der Braten mit Sauce wirkt saftiger und selbst eine einfache Suppe entfaltet mehr Tiefe als frisch gekocht.
Wenn die Feiertage vorbei sind und langsam wieder Alltag einkehrt, zeigt sich in vielen Kühlschränken ein vertrautes Bild. Ein Stück Gänsebraten, ein Rest vom Schweine oder Rinderbraten, vielleicht noch etwas Sauce im Topf.
Wer heute durch Kochbücher blättert, Foodblogs liest oder Metzgereien besucht, merkt schnell: Viele Techniken, die lange als altmodisch galten, feiern ein echtes Comeback.
Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, verändert sich auch unsere Küche. Leichte Gerichte treten in den Hintergrund, während kräftige Aromen, Wärme und Sättigung wichtiger werden.
Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt und die Tage kürzer werden, gibt es in vielen Haushalten ein Ritual, das tief in der Tradition verwurzelt ist.