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Die schöne Unbekannte: Das Spider-Steak

10. April 2023 - Lesezeit: 2 Minuten

Vielleicht hat der ein oder andere in Zusammenhang mit Fleisch schon einmal den Begriff „Spider“ gehört. Zunächst denkt man hierbei an die deutsche Übersetzung „Spinne“.

Es handelt sich hierbei jedoch um eine spezielle Steakart, die in Deutschland den Namen „Fledermaus-Steak“ trägt. Die Fledermaus liegt im oberen Teil der Rinderkeule auf dem Schlossknochen. V.a. bei BBQ-Liebhabern erfreut sich das Steak aufgrund seines aromatischen Geschmacks mittlerweile immer größerer Beliebtheit.

Unbekannte Edel-Steaksorte

Wer sich also ein Spider-Steak bestellt, bekommt weder Spinne noch Fledermaus serviert. Dieses besondere Stück Fleisch vom Rind trägt außerdem noch den Namen „Mouse Muscle“ in England, „Bifteck Araignée“ in Frankreich und „Schalblattl“ in Deutschland. Die Steaksorte ist bei uns noch nicht sehr bekannt und eher eine Rarität. Man nennt das Spider Steak unter Kennern auch "Second Cut".

Bei heimischen Grill-Fans wird dieser besondere Teil des Rinds immer beliebter. Allerdings liegt der Kilogramm-Preis aufgrund der Besonderheit des Fleisches bei ungefähr 30 Euro. Auf der einen Seite liegt das daran, dass es nur wenige hundert Gramm des Fledermaus-Parts bei einem Tier gibt: Man gewinnt nur ca. zwei kleine Steaks pro Rind. Außerdem ist das Rindfleisch geprägt von einer ganz besonderen Marmorierung.

Struktur des Spider-Steaks

Das Spider-Steak wird von einer starken Marmorierung durchlaufen, welche kennzeichnend für diese besondere Fleischsorte ist. Wenn man die Fettmarmorierung sieht, wird auch der Name „Spider-Steak“ verständlich: Die Musterung sieht einem Spinnennetz sehr ähnlich. Die Muskelpartie des Rinds wird wenig in Anspruch genommen. So entsteht ein edles, dunkles und zartes Steak. Zu beachten gilt jedoch, dass sich in den kleinen Steaks auch Sehnen befinden. Das Spider-Steak ist aufgrund der starken Marmorierung sehr gut geeignet als BBQ-Fleisch: An sich muss man das Rindfleisch nur kurz anbraten, um es anschließend in all seiner Besonderheit genießen zu können.

Wet Aged-Reifung

Als Reifemethode wird beim Spider-Steak die bekannte und beliebte Wet Aged-Reifung angewandt. Mit dieser Methode wird das Fleisch vor dem Austrocknen geschützt, da es außen keine Fettschicht besitzt. Dadurch bleibt das Fleisches saftig und zart.

Bildtitel: Rotes Fleisch mit Chili Pfeffer und Grünen Spionen
Fotograf: mali maeder
Lizenz: Pexels

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